Kantonale Strukturmerkmale
Gibt es strukturelle Unterschiede zwischen den Kantonen, die verschiedene Ausgangsbedingungen für schulischen Lernerfolg schaffen?
Es ist festgestellt worden, dass die PISA-Ergebnisse in Mathematik sich zwischen den verschiedenen Schweizer Kantonen zum Teil erheblich unterscheiden. Beim Versuch einer Erklärung der Differenzen ist zu berücksichtigen, dass die Kantone in demografischer, ökonomischer und institutioneller Hinsicht unterschiedliche Voraussetzungen aufweisen. Vertiefte Studien haben versucht, die Beziehungen zwischen strukturellen Faktoren und den PISA-Ergebnissen in Mathematik zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurden Daten über die kantonalen Strukturmerkmale zusammengestellt und in vier Hauptgruppen unterteilt: Wirtschaft und Arbeit, Bevölkerungseigenschaften, Bildungsausgaben und Schulstrukturen. Sodann wurde der Zusammenhang zwischen diesen Komponenten und den Mathematikkompetenzen der Jugendlichen geschätzt. Mit der gebotenen Vorsicht kann man sagen, dass Beziehungen zwischen den kantonalen Durchschnittsleistungen und gewissen Strukturmerkmalen festzustellen sind.
Eine Darstellung der PISA-Ergebnisse nach Kanton ist mit der PISA-Grundstichprobe nicht möglich, weil die Fallzahl pro Kanton zu gering ist. Die Analyse wurde daher für die folgenden Kantone mit einer zusätzlichen Neuntklassstichprobe durchgeführt: Aargau, Bern, Freiburg (nur französischsprachiger Teil), Genf, Jura, Neuenburg, St. Gallen, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis und Zürich.
Zuletzt aktualisiert am: 09.04.2008
