Im Tessin
Das Tessin weist ungünstige Strukturmerkmale und entsprechend relativ niedrige Mathematikleistungen auf
Bei PISA 2003 erzielt das Tessin schwache Resultate in Mathematik, nahe bei jenen des Kantons Genf. In beiden Kantonen sind ähnliche strukturelle Merkmale zu beobachten, nämlich wenig Landbevölkerung, viele Immigranten, geringe Bildungsausgaben und wenig Mathematikstunden.
Beträchtlich ist auch der Anteil Jugendlicher mit geringen oder sehr geringen Kompetenzen. Im Schulsystem des Tessins findet während der obligatorischen Schulzeit keine Selektion statt. Dies scheint aber keine entscheidenden Auswirkungen auf die Ergebnisse zu haben da der Kanton Jura mit ebenfalls integrativem System durchschnittliche Resultate aufweist.
Andererseits fallen aufgrund des integrativen Schulsystems die Mathematikkompetenzen im Tessin am homogensten aus; sie hängen hier am wenigsten vom sozioökonomischen Hintergrund ab.
Zuletzt aktualisiert am: 09.04.2008
