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Glossar
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ACER
Australian Council for Educational Research, Camberwell, Australien.
Internationale Programmleitung und Mitglied des internationalen Konsortiums A.
(819)
ALL
Adult Literacy & Lifeskills Survey. Erhebung der Lesefähigkeit und der Lebenskompetenzen von Erwachsenen.
(818)
Anspruchsniveau (Anforderungsniveau)
Für die nationalen Analysen wurde eine Variable gebildet, die jedem Schüler und jeder Schülerin eines von drei individuellen Anspruchsniveaus zuordnet.
Grundansprüche bzw. Grundanforderungen
erweiterte Ansprüche bzw.Anforderungen (auch als „mittlere Ansprüche“ bekannt)
hohe Ansprüche bzw. Anforderungen
Diese Zuordnung basiert bei homogenen Stammklassen auf dem kantonalen Schultyp und bei heterogenen Stammklassen auf den Angaben zum Niveauunterricht (z.B. die Scuola media im Tessin oder die AVO gegliederte Oberstufe in der Deutschschweiz).
(820)
BFS
Bundesamt für Statistik, Neuchâtel
(821)
Bildungsnähe
Die Bildungsnähe des Elternhauses erweist sich als äusserst wichtig für den Lernerfolg der Jugendlichen. Nicht allein die Qualität von Bildungsangeboten, sondern insbesondere auch die Unterstützung durch das Elternhaus beeinflusst die Entwicklungschancen von Kindern. Diese werden in unterschiedlicher Weise mit Ressourcen ausgestattet, die für die Nutzung von Bildungsangeboten entscheidend sind. Dazu zählen nicht nur finanzielle Mittel, Macht und Prestige, sondern auch soziale Netzwerke, die den Zugang zu Bildung erleichtern. Daneben prägt das Vorhandensein von Büchern, klassischer Literatur oder von Kunstwerken die Bildungsnähe des Elternhauses stark mit. Zur Bildungsnähe gehören auch die Bereitschaft der Eltern, soziale, politische oder kulturelle Themen zu diskutieren, sowie der Zugang zum Internet oder ein ruhiger Platz zum Lernen.
(822)
Bonferroni-Korrektur
Die Wahrscheinlichkeit, bestimmte Differenzen fälschlicherweise für statistisch signifikant zu erklären, ist bei jedem einzelnen Vergleich gering (5%), sie nimmt jedoch zu, wenn mehrere Vergleiche gleichzeitig gemacht werden. Hier kann eine Anpassung vorgenommen werden, die die maximale Wahrscheinlichkeit, dass zumindest einmal bei allen vorgenommenen Vergleichen Unterschiede fälschlicherweise als statistisch signifikant bezeichnet werden, auf 5% reduziert wird. Eine solche Korrektur wurde auf der Basis der Bonferroni-Methode bei den Vergleichen der Durchschnittsergebnisse von mehreren Ländern oder Kantonen mit den PISA-Daten vorgenommen Der in dieser Weise angepasste Signifikanztest sollte verwendet werden, wenn das Interesse der Leserinnen und Leser darauf gerichtet ist, das Ergebnis eines Kantons mit den Ergebnissen aller anderen Kantone zu vergleichen. Für den Vergleich eines Kantons mit nur einem anderen Kanton ist eine Anpassung nicht erforderlich.
(823)
CApStAn
Verantwortliche Gruppe für die sprachliche Qualitätskontrolle
(824)
Cito
The Netherlands National Institute for Educational Measurement, Arnheim, Holland
Mitglied des internationalen Consortiums B.
(825)
EDK
Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, Bern
Mitglied der Steuerungsgruppe PISA Schweiz
(826)
Effektgrösse, Effektstärke, d
Die Effektgrösse (oder «Effektstärke») beschreibt die relative Grösse eines Unterschieds zwischen zwei Gruppenmittelwerten. Sie steht in Ergänzung zur Signifikanzangabe. Eine Effektgrösse von d = 0.2 verweist auf schwache Effekte, d = 0.5 auf mittlere und d = 0.8 auf starke Effekte (Cohen 1988, S. 25ff).
(827)
ETS
Educational Testing Service, Princeton, USA
Mitglied des internationalen Consortiums A
(828)
Gradient
Anhand des Gradienten wird in der Bildungsforschung der Zusammenhang zwischen Schüler- oder Schulleistungen und einer Hintergrundvariablen (meist einem Index) dargestellt. Die Höhe des Gradienten informiert über die durchschnittliche Leistung. Die Steigung liefert einen Anhaltspunkt für das Ausmass der Ungleichheit in den Leistungen, das auf die Hintergrundvariable (Index) zurückzuführen ist. Steilere Gradienten deuten auf einen stärkeren Einfluss der Hintergrundvariablen auf die Leistungen hin, d.h. grössere Ungleichheiten. Die Länge des Gradienten ergibt sich aus der Bandbreite der Hintergrundvariablen der mittleren 90% der Schülerpopulation (vom 5. bis zum 95. Perzentil). Längere Gradienten stehen für eine breitere Streuung der Schülerpopulation hinsichtlich der Hintergrundvariablen. Die Stärke des Zusammenhangs zwischen den Leistungen und der Hintergrundvariablen bezieht sich darauf, wie stark die Leistung einzelner Schülerinnen und Schüler oder Schulen nach unten oder oben vom Gradienten abweicht (Punkte unter oder oberhalb des Gradienten, die jedoch nicht immer abgebildet sind).
(829)
IKT
Informations- und Kommunikationstechnologien
(830)
Index
Unter einem Index werden mehrere inhaltlich zusammengehörende Aufgaben oder Fragen (Items) zusammengefasst und als ein Wert ausgewiesen.
(831)
Inferenzstatistik
Die Inferenzstatistik, auch Prüf-, induktive oder schliessende Statistik genannt, beschäftigt sich mit der Frage, wie wir von einer Stichprobe, also einer Auswahl von Untersuchungseinheiten, auf die Grundgesamtheit zurückschliessen können, aus der die Stichprobe stammt. Dabei geht man im Allgemeinen von der Vorstellung aus, was geschehen würde, wenn man aus einer Grundgesamtheit viele Stichproben ziehen würde, und berechnet auf dieser Grundlage Wahrscheinlichkeiten für das Auftreten einzelner Stichproben bzw. Stichprobenkennwerte.
(833)
IRT
Die Item-Response-Theorie basiert auf der Annahme, dass die Wahrscheinlichkeit der Lösung einer Aufgabe ausschliesslich von der Ausprägung eines latenten Merkmals – beispielsweise der Lesekompetenz – bei der untersuchten Person und der Schwierigkeit der Aufgabe abhängt. Ausgehend von einer Gruppe von Aufgaben, die als Indikator für die Kompetenz gilt, ermittelt man für jede Person die Anzahl richtig gelöster Aufgaben. Es wird dann die Kompetenz bestimmt (Personenparameter), die die Wahrscheinlichkeit für das Zu-Stande-Kommen des individuellen Ergebnisses maximiert. In ähnlicher Weise wird die Schwierigkeit der Aufgaben geschätzt (Itemparameter). Es wird die Wahrscheinlichkeit bestimmt, dass eine Aufgabe von einer bestimmten Anzahl Personen richtig beantwortet wird. Jede Aufgabe ist dadurch mit der Fähigkeit durch eine eindeutige Funktion verknüpft. Jede Person mit dem Fähigkeitsgrad X hat dieselbe Chance, Aufgabe Y zulösen.
(832)
Item
Unter Item ist die Aufgabe oder die Frage zu verstehen, die von den Befragten beantwortet werden soll.
(834)
Konfidenzintervall
Das Konfidenzintervall kennzeichnet denjenigen Bereich, in welchem der anhand der Stichprobe geschätzte wahre Mittelwert der Population zu 95% liegt.
(835)
Korrelation
Die Korrelation verweist auf den Zusammenhang zweier Variablen.
(836)
Korrespondenzanalyse
Die Korrespondenzanalyse ist ein exploratives Verfahren zur visuellen und numerischen Darstellung von Zeilen und Spalten beliebiger Kontingenztabellen. Ähnlich wie bei der multidimensionalen Skalierung erfolgt bei diesem Verfahren eine Interpretation der Distanzen (d.h. Unähnlichkeitsmasse) zwischen den Variablen bzw. deren Ausprägungen. Des weiteren gibt es bei der Korrespondenzanalyse eine Zuordnung von Variablen und deren Ausprägungen zu den einzelnen Faktoren, wie sie bei der Interpretation der Hauptkomponentenanalyse üblich ist - und ebenso wie bei der Hauptkomponentenanalyse können die Faktorwerte der Objekte auf den einzelnen Dimensionen berechnet werden. Darin liegt auch der grosse Vorteil der Korrespondenzanalyse im Vergleich zur multidimensionalen Skalierung, nämlich dass die Faktoren, d.h. Achsen, benannt werden und die Idealpositionen der Zielgruppen im Vergleich zu den erhobenen Produkten grafisch dargestellt werden können.
(837)
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Zuletzt aktualisiert am: 05.10.2009
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